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2026-01-20
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Versteckte Kosten der Marketing-Automatisierung: Wie Sie nicht für ungenutzte Funktionen draufzahlen

  • Januar 20, 2026
  • 4 min read
Versteckte Kosten der Marketing-Automatisierung: Wie Sie nicht für ungenutzte Funktionen draufzahlen

Effektive Marketing-Automatisierung basiert auf der präzisen Abstimmung der Tool-Komplexität auf die realen Geschäftsanforderungen. Dies verhindert Zahlungen für unnötiges technologisches Potenzial und verbessert die Rentabilität der Maßnahmen radikal. Viele Unternehmen wählen im Streben nach Modernität „All-in-One“-Pakete, die, statt Gewinne zu generieren, durch Dutzende von Funktionen, die das Team niemals aktiviert, zur Budgetbelastung werden.

Warum geraten die Kosten für Marketing Automation außer Kontrolle?

Die meisten SaaS-Plattformen nutzen ein Abonnementmodell, das auf der Anzahl der Kontakte in der Datenbank oder den verfügbaren Modulen basiert. Unternehmen tappen oft in die Falle der „zukunftssicheren“ Entscheidung und kaufen Enterprise-Pakete für Prozesse, die ein Mittelklasse-System problemlos bewältigen könnte.

  • Die Falle der „toten“ Kontakte: Eine der häufigsten versteckten Ausgaben ist die Zahlung von Gebühren für Datensätze, die inaktiv, fehlerhaft oder doppelt vorhanden sind. Wenn Ihr System nach Datenbankgröße abrechnet, senkt jedes unverifizierte Abonnement direkt Ihren ROI.
  • Ungenutzte Module und Integrationen: Oft zahlen wir für fortschrittliche KI-Empfehlungs-Engines oder Multichannel-SMS-Sequenzen, während unsere Strategie hauptsächlich auf einfachem E-Mail-Marketing basiert. Dies ist ein klassisches Beispiel für Überzahlung für Technologie, die sich nicht in der realen Kommunikationsstrategie widerspiegelt.

Wie berechnet man den realen ROI der Marketing-Automatisierung?

Um herauszufinden, ob Sie zu viel bezahlen, müssen Sie die Gesamtkosten des Betriebs (Total Cost of Ownership, TCO) den realen Vorteilen gegenüberstellen. Marketing-Automatisierung sollte zu einer Steigerung der Konversion und des Customer Lifetime Value (LTV) führen und nicht nur zur Zeitersparnis.

  1. Audit der Funktionsnutzung: Überprüfen Sie, welche Systemoptionen in den letzten 90 Tagen genutzt wurden. Wenn eine Funktion auf der Rechnung steht, aber von niemandem genutzt wurde, verlieren Sie Geld.
  2. Implementierungs- und Onboarding-Kosten: Denken Sie daran, dass MA-Kosten nicht nur aus dem Abonnement bestehen, sondern auch aus der für die Konfiguration benötigten Zeit. Wenn das System zu kompliziert ist, können die Kosten für Arbeitsstunden den Nutzen übersteigen.

Strategien zur Kostenoptimierung: Wie Sie weniger zahlen

Wählen Sie ein „Pay-as-you-grow“-Modell

Suchen Sie nach Anbietern, die eine flexible Skalierung der Tarife ermöglichen. Anstatt das höchste Paket „auf Vorrat“ zu kaufen, beginnen Sie mit den Grundlagen und buchen Sie Module erst dann hinzu, wenn Ihre Strategie für deren Einsatz reif ist.

Datenbankhygiene als Sparmethode

Die regelmäßige Reinigung der Datenbank von inaktiven Nutzern (sog. Sunset Policy) ist der einfachste Weg, die monatlichen Rechnungen zu senken. Eine kleinere, aber engagierte Datenbank bedeutet höhere Zustellbarkeit und reale Einsparungen.

Fazit

Marketing-Automatisierung sollte eine Investition sein und kein Fixkostenfaktor, den wir jeden Monat reflexartig akzeptieren. Der Schlüssel zum Erfolg ist das Bewusstsein, dass das fortschrittlichste Tool nicht immer das beste ist. Indem Sie sich auf Funktionen konzentrieren, die Kernziele unterstützen, und auf die Datenhygiene achten, können Sie die Effizienz Ihrer Maßnahmen deutlich steigern, ohne das Budget zu erhöhen.

Q&A

Fage: Lohnt es sich, das Marketing-Automation-System nur zu wechseln, weil es günstiger ist? 

Antwort: Nicht immer. Die Kosten für die Datenmigration, die Teamschulung und das Risiko einer sinkenden E-Mail-Zustellbarkeit während des Wechsels können die Ersparnisse durch eine niedrigere Abonnementrate übersteigen. Ein Wechsel ist nur dann rentabel, wenn das aktuelle System technologische Barrieren aufweist, die nicht überwunden werden können, oder wenn der Preisunterschied auf das Jahr gerechnet drastisch ist.

Frage: Welche Funktionen bleiben in Automatisierungssystemen am häufigsten ungenutzt? 

Antwort: Meistens handelt es sich um fortgeschrittene prädiktive Funktionen (KI-basiertes Lead Scoring), Systeme für multivariate Tests (A/B/X) und komplexe CRM-Integrationen, die eine ständige technische Betreuung erfordern. Viele Unternehmen zahlen dafür, obwohl ihre Vertriebsprozesse zu einfach sind, als dass diese Tools einen realen Mehrwert bieten könnten.

Frage: Wie oft sollte ein Audit der Marketing-Automation-Kosten durchgeführt werden? 

Antwort: Es wird empfohlen, die Funktionsnutzung und die Datenbankgröße mindestens einmal pro Quartal zu überprüfen. Dies ermöglicht es, zeitnah auf Kostensteigerungen durch Datenbankwachstum zu reagieren und die Abonnementpläne vor dem nächsten Abrechnungszyklus zu optimieren.

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